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Wissenswertes über Sender und
Empfänger

Allgemeines
Sende- und Empfangsantenne
Störende Einflüsse
Frequenzen
Quarze
Abhängigkeit von Reichweite zu
Sendeleistung und Empfindlichkeit
Sicherheitsreserve
Begriffe
GSM-Mobiltelefone
Allgemeines
Die Empfangsanlage stellt die
Verbindung zwischen den Steuerbefehlen des Senders und den Steuerelementen (Servos,
Fahrtenregler usw.) des Modells her. Bei den Sendeanlagen unterscheidet man
zwischen der Knüppel- und der Pistolensteuerung. Die Knüppelanlage ist zwar die
älteste und weitesten verbreitete, aber viele Hobby- und Profifahrer haben diese
Anlage beiseite gelegt und wechseln zu einer der neuen Pistolenanlage, durch die
man, wie im richtigen Auto ein Lenkrad vor sich hat, mit dem man genauere
Lenkmanöver absolvieren kann. In der Anschaffung sind die neuen Modelle etwas
teurer wie die Knüppelanlagen.
Für Automodelle oder Schiffsmodelle sind 2 Kanal Anlagen meist völlig
ausreichend, Steuerungen mit 3 oder mehr Kanälen sind für die Flug- oder
Funktionsmodelle gedacht. Die RC-Anlagen werden in 3 verschiedenen Frequenzen
angeboten, 27 MHz, 35 MHz und 40 MHz, diese werden dann nochmals in FM
(Frequenzmodulator) und AM (Amplitudenmodulator) geteilt. Die meisten Fahrer
entscheiden sich für die 40 MHz FM Anlagen, weil die 40 MHz FM Anlagen weniger
anfällig für Störungen durch CB-Funk sind. Für Flugmodelle werden 35 MHz Anlagen
verwendet, diese allerdings anmelde- und gebührenpflichtig sind.
In fast jedem Einsteigerbaukasten ist ein mechanischer Fahrtregler enthalten,
für diese Art Regler benötigt man einen 2. Servo, dieser Servo bewegt den
Regler. Ein zweiter Servo ist für die Lenkung bestimmt. Altenativ wird häufig
ein elektronischer Fahrtregeler eingesetzt, dann entfällt der 2. Servo.
Ein Servo ist ein kleiner schwarzer
Kasten, indem ein kleiner leistungsstarker Motor wohnt. Will man nun nach rechts
lenken, schickt der Sender ein Signal ab, dieses Signal wird vom Empfänger
aufgenommen, der Empfänger gibt es an den Servo weiter und der Motor dreht sich
dann in die gewünschte Richtung, in diesem Fall nach rechts.
Der Empfänger sollte ein sogenannter
BEC-Empfänger (Battery Elimination Circuit) sein, dies hat den Vorteil, dass man
keine extra Stromquelle benötigt, wie z.B. durch 4 Mignon Batterien (4x1,2V),
man kann direkt den Fahrakku anschließen, dies bedeutet das man viel wertvolles
Gewicht einspart.
Obwohl heutige Fernsteueranlagen einem hohen Stand der Technik entsprechen, gibt
es dennoch häufig nicht erklärbare Probleme im Betrieb. Es ist wichtig, alle
Komponenten der Übertragung vor dem Einsatz des Modells zu überprüfen und die
Reichweite zu testen. Der Reichweiten- und Richtungstest ist die beste Methode,
um Störungen zu lokalisieren und zu beseitigen. Im Betrieb machen sich Probleme
meist dadurch bemerkbar, daß Servos selbständig Ausschläge steuern, oder der
Elektromotor anläuft. Oftmals sind mit kleinen Veränderungen am Einbau der
Empfangsanlage oder bei der Verlegung der Antenne alle Probleme schlagartig
beseitigt. Obwohl im Car-Modellsport die Anforderungen auf Grund der reduzierten
Reichweite und Funftionsvielfalt geringer sind, als zum Beispiel im Modellflug,
sollte dennoch größter Wert auf die Funktionssicherheit der Sende- und
Empfangsanlage gelegt werden. Es ist ja wirklich nicht besonders prickelnd, wenn
ein Modell sich wegen eines Servozuckens an irgendeiner Hauswand zerlegt oder
mit Fullspeed den Sendebereich verlässt und auf Nimmerwiedersehen (auch wenn mam
manchmal gar nicht wissen möchte, wo das Teil wohl eingeschlagen ist)
verschwindet. Viele der auftretenden Fehler sind hausgemacht, andere sind
konstruktiv bedingt und wieder andere werden von äußeren Störeinflüssen
verursacht. Dieser Beitrag soll ein wenig Antennentheorie vermitteln und und ein
wenig bei der Beseitigung bzw. Vermeidung von Störungen behilflich zu sein. Es
sei allerdings gesagt, dass sich diese Anleitung an der Erfordernissen für
RC-Car-Fahrer orientiert.
Es gibt günstige und weniger günstige Antennenlagen und deren Positionen
zueinander, wobei folgende Grundsätze gelten:
Die Sendeantenne strahlt die "Sendeleistung", die genauer betrachtet ein
elektromagnetisches Wechselfeld ist, nicht in alle Richtungen gleichmäßig gut
aus. In der Praxis heißt dies, die Senderantenne strahlt in ihrer Verlängerung
die geringster Feldstärke ab, 90° zu ihr ist die Feldstärke dagegen maximal.
Genauso empfängt die Empfangsantenne das vom Sender abgegebene
elektromagnetische Feld nicht aus allen Richtungen gleich gut. Die
Empfangsantenne sollte für maximale Empfangsleistung parallel, aber nicht in
Verlängerung zur Senderantenne liegen.Dass in Verlängerung liegende Antennen
überhaupt etwas empfangen, liegt an Reflexionen an allen umgebenen Festkörpern.
Leider sind diese Reflexionen aber auch die Ursachen für inhomogene
Feldstärkenausbreitung. Grundsätzlich sollte man daher nicht mit der
Senderantenne auf das Modell zielen, hier bieten sich Kugelgelenkantennen an.
Bei Flugmodellen sollte die Senderantenne dabei eher flach, bei
Auto/Schiffsmodellen eher senkrecht ausgerichtet sein. Auch sollten
Empfängerantennen nicht exakt parallel zur Modell-Längsachse eingebaut werden.
Eine Wendel- Kurz- oder Gummiantenne hat immer ungünstigere
Abstrahleigenschaften als eine lange Teleskopantenne, diese sind also nur bei
entsprechenden Anwendungen einzusetzen.
Sende- und Empfangsantenne
Die optimalste Verlegung der Antenne
ist die Ausführung als Stabantenne, die nach einem möglichst kurzen horizontalen
Weg senkrecht aus dem Modell herausragt. Dabei sollten innerhalb des Modells die
Servo- und Akkukabel mit dem größtmöglichen Abstand zur Antennenlitze verlegt
werden. Generell gilt, dass die Empfangsantenne in der üblichen Lage auf den
Sender zeigt, da diese Position die geringste Feldstärke am Empfängereingang
aufweist. Es sollte daher immer darauf geachtet werden, daß zumindest ein Teil
der Antenne senkrecht verlegt wird, so kann die horizontale und vertikale
Verlegung kombiniert werden, also einen Teil der Antenne waagrecht vom Empfänger
wegführen, den Rest dann senkrecht. Je größer der senkrechte Teil, desto weniger
Richtwirkungen und desto weniger Einflüsse der Einbaugegebenheiten. Daraus folgt
auch, dass mit der Sendeantenne nicht direkt auf das Modell gezielt werden
sollte. Eine Sender-Kurzantenne hat im Gegensatz zur Normalantenne eine starke
Richtwirkung bei eventuell etwas verringerter Reichweite, damit sollte eher auf
das Modell gezielt werden. Jede Änderung dieser Anordnung, also Verlegung der
Antenne in anderer Richtung, Verlängerung der Servokabel, Verlegung des Akkus
direkt am Empfänger, Verlegung der Servos direkt an den Empfänger usw., alles
das kann die Empfangseigenschaften so verändern, daß das Modell in bestimmten
Lagen nicht mehr reagiert und außer Kontrolle gerät, obwohl die einzelnen
Bestandteile in Ordnung sind. Jedes Problem, welches durch den Einbau der
Empfangsanlage im Modell erzeugt wird, wirkt sich im Grunde immer als
Reduzierung der Reichweite aus oder aber in Richtwirkungen, das bedeutet, daß
ein Empfänger im Modell in bestimmten Positionen zum Sender Probleme, sog.
Signalauslöschungen hat.
Einige Regeln zur Antennenverlegung:
|
· |
Parallele Verlegung der Antenne
zu Servokabeln oder elektrisch leitenden Anlenkungsdrähten unbedingt
vermeiden. |
|
· |
Empfänger soweit als möglich von
allen stromführenden Leitungen entfernt einbauen. Auch der Abstand zu
Elektromotoren (Bürstenfeuer) bzw. sonstigen Funken erzeugenden Bauteilen
sollte so groß wie möglich sein. |
|
· |
Zusammenrollen der Antenne oder
eine Antennengewirr muss unter allen Umständen vermieden werden, dies wirkt
wie eine abgeschnittene Antenne und vermindert die Reichweite ganz
erheblich. |
|
· |
Antenne so dicht wie möglich
neben den Empfänger senkrecht aus dem Modell herausführen. |
|
· |
Kürzen ist nicht erlaubt, es sei
denn bei Automodellen, wo nur 100m Reichweite gefordert werden. Dann aber
nicht beliebig, sondern immer genau die Hälfte der ursprünglichen Länge.
|
|
· |
Servo- und Akkukabel so kurz wie
möglich halten. Wenn möglich, verdrillte Servokabel verwenden. |
Die Antennenlänge sollte ein
gradzahliger Teiler der Wellenlänge sein (1/2, 1/4, 1/8 usw.), aber sie kann
auch variieren, wenn sie im Empfänger künstlich angepasst ist. Ausschlaggebend
ist letztendlich die Abstimmung des Eingangskreises auf die Antennenlänge. Dabei
bestimmt die wirksame Länge der Antenne dann den Eingangspegel des Empfängers.
Hierzu ein Beispiel:
f = Frequenz z.B. 35MHz, C = Ausbreitungsgeschwindigkeit ca. 300000 km/s
Wellenlänge = Lambda = l = C/f Þ
Lambda » 300000 km/s / 35 MHz = 8,6m
| |
27 MHz |
35 MHz |
40 MHz |
|
l = 1 |
11,11 m |
8,57 m |
7,50 m |
|
l =
1/2 |
5,56 m |
4,29 m |
3,75 m |
|
l =
1/4 |
2,78 m |
2,14 m |
1,88 m |
|
l =
1/8 |
1,39 m |
1,07 m |
0,94 m |
|
l =
1/16 |
0,69 m |
0,54 m |
0,47 m |
|
l =
1/32 |
0,35 m |
0,27 m |
0,23 m |
Bei der Verteilung der Frequenzen im 35 MHz-Bereich wurden für alle genutzten
Bereiche auch Frequenzbandfarben festgelegt. Häufig findet kleine farbige
Fähnchen mit der jeweiligen Kanalnummer an den Antennen von RC-Sendern. Die
Farben haben folgende Bedeutung:
27 MHz Empfänger = Braun
35 MHz Empfänger = Rot
40 MHz Empfänger = Grün
Störende Einflüsse
Die folgenden Angaben zu möglichen
Störfaktoren sind dann zu berücksichtigen, wenn im Betrieb Probleme oder
Unregelmäßigkeiten auftreten.
Kabelverlegung
Die Verlegung der Kabel im Modell sollte sauber und übersichtlich, in keinem
Fall aber kreuz und quer erfolgen. Klar ist, daß die Kabel am Empfänger ohne
Zugbelastung eingesteckt werden, damit sie sich im Betrieb nicht selbstständig
lösen können.
Bei Problemen alle angeschlossenen Kabel wie Servokabel, Verlängerungskabel,
Schalterkabel, Programmierkabel usw. berücksichtigt werden. Müssen Kabel
verlängert werden, empfiehlt sich die Verwendung von verdrillten Kabeln. Obwohl
die Hersteller konstruktiv versuchen, die Servoeingänge des Empfängers
HF-technisch soweit als möglich abzublocken, ist trotzdem jedes Kabel, welches
am Servoeingang des Empfängers angeschlossen wird, zunächst auch eine
zusätzliche Antenne. Da der Empfänger aber nur auf die vorgesehenen Antennen
abgestimmt ist, stören diese "zusätzlichen Antennen".
Solange die Kabellängen nicht länger als die normale Servokabellängen sind, der
Akku optimal plaziert ist und die Antenne weit weg von den Servos und
Servokabeln verlegt ist, hat dass wenig Auswirkungen. Das HF-Gebilde
"Empfangsanlage" wird aber durch Einbau ins Modell verändert, und das kann vor
allem dann negative Auswirkungen haben, wenn die Kabellängen halbe Antennenlänge
(meist 45cm), ganze Antennenlänge (90cm) oder länger als die Empfängerantenne
sind. Wenn möglich, hier Kabel kürzen. Lange Akkukabel vermeiden, immer auf
ausreichenden Kabelquerschnitt achten. Je kürzer ein Kabel, desto geringer der
Widerstand, desto höher der mögliche Stromfluss bzw. desto geringer der
Spannungsabfall. Besonders störenden Einfluss haben parallel zur Antenne
verlegte Kabel, da diese noch eine Art Abschirmung der Empfangsantenne für
Sendersignale bilden.
Feldstärkeschwankungen
Baumelt eine Antenne lose hinter dem Modell her, ergeben sich starke
Feldstärkeschwankungen am Empfängerantenneneingang. Diese sind störend für den
Empfänger, und obwohl heutige Schaltungen hier sauber arbeiten, aber um dem
Empfänger die Arbeit zu erleichtern kann, sollte man solche
Feldstärkeschwankungen auch verhindern. Es sollte immer eine Stabantenne oder
sonstige Art der Versteifung der Antenne verwendet werden.
Funklöcher
An einigen Plätzen sind Stellen in einer bestimmten Entfernung bekannt, an denen
es immer wieder zu Fehlfunktionen und Störungen kommt. Dies beruht zumeist auf
im Boden vorhandenen feuchten Stellen oder Grundwasser. Dies kann zu
Laufzeitunterschieden durch Reflexion führen, da die direkte Empfangsstrecke
kürzer ist als die reflektierte Empfangsstrecke.
Knackimpulse
Diese entstehen immer dann, wenn Metallteile aufeinander reiben oder "klappern".
Durch statische Aufladungen, die bei Vibrationen entstehen können, entladen sich
diese Aufladungen durch einen überspringenden Funken zwischen den Metallteilen.
Dieser Funke hat auch meistens noch hochfrequente Energieanteile und stört
deshalb den Empfänger.
Elektromotoren
In Elektromotoren werden hohe Ströme über die Bürsten zum Kollektor übertragen
und erzeugen dabei starke Funken, das sogenannte Bürstenfeuer und stört dadurch
den Empfänger. Die Störstrahlung kann durch Motorentstörung nur verringert, nie
aber ganz beseitigt werden.
Stromversorgung mit BEC
Bei den meisten Reglern können über die Versorgungsleitung Störungen zum
Empfänger übertragen werden. Die Motorleistung wird durch getaktete
Leistungsregler gesteuert, die auf die BEC-Stromversorgung zurückwirken können.
Sind die Probleme durch Anstecken eines separaten Empfänger-Akkus beseitigt,
liegt die Ursache am BEC des Reglers.
Motorzündung
Hervorgerufen durch die Funkenzündung mit Zündkerze werden starke Störenergien,
die jede Frequenz erzeugen können, über alle in Verbindung mit der Zündung
stehenden Teile abgestrahlt. Dies gilt vor allem für den Kerzenstecker und die
Zündkabel. Diese müssen entstört und "geerdet" sein. Häufig ist das Zündkabel
oder der Kerzenstecker unter der Isolierung defekt, es entstehen
Funkenübersprünge, die den Motor im Betrieb zwar noch nicht beeinträchtigen,
aber den Empfänger empfindlich stören. Auf dem Zündungsakku liegen die
Störspitzen der Zündung, diese werden vom Akku und dessen Kabel abgestrahlt.
Deshalb darf der Empfängerakku in keinem Fall gleichzeitig als Versorgungsakku
für die Zündung verwendet werden. Bei Zündungsproblemen kann Abhilfe meist nur
durch systematischen Austausch von Teilen erfolgen.
Radiosender
Diese können 35 MHz Frequenzen stören, obwohl sie nicht auf 35 MHz senden.
Warum? Es gibt sog. harmonische Frequenzen und Nebenempfangsstellen im
Empfänger. Fernsteuerempfänger arbeiten durch Überlagerung von Frequenzen, um
letztlich die in der abgestrahlten HF vom Sender enthaltenen
Informations-Signale auszufiltern. Es wird immer die sog. Zwischenfrequenz (ZF)
überlagert. Bei Einfachsuper-Fernsteuerempfängern beträgt diese ZF 455 kHz. Der
Aufdruck auf den Empfängerquarzen entspricht daher meistens der Sendefrequenz
minus der ZF. Beispiel Kanal 66 = Sendefrequenz 35,060 MHz. Abzüglich ZF 455 kHz
ergibt Empfängerquarzfrequenz (Aufdruck) von 34,605 MHz. Bei der Überlagerung
der ZF können neben der gewollten Mischfrequenz auch Frequenzen entstehen, die
einer harmonischen Frequenz der Ausgangsfrequenz entsprechen, also bei 35 MHz
z.B. 70 MHz (35MHz x 2) oder bei 105 MHz (35MHz x 3).
Auf 105 MHz arbeiten in Europa UKW-Sender z.T. mit sehr hohen Leistungen.
Bewegen wir uns in der Nähe eines UKW-Senders, ergeben sich dann bei sog.
Einfachsuper-Empfängern Überlagerungsfrequenzen auf einer "Harmonischen". Der
Einfachsuper-Fernsteuerempfänger überlagert durch seine Nebenempfangsstellen
dann auch die Signale vom UKW Sender, eine Störung des Fernsteuersendersignals
kann entstehen. Davor kann man sich durch die Verwendung von
Doppelsuper-Empfängern schützen. Diese können systembedingt auf Grund von
2-facher Überlagerung solche Störungen von UKW-Sendern ausfiltern. Außerdem
ergibt sich theoretisch ein weniger verrauschtes Signal, was die
Empfangseigenschaften weiter verbessert.
Eine einfache Methode um festzustellen, ob ein UKW-Sender einen bestimmten Kanal
einer Fernsteuerung stören kann besteht darin, dies einfach auszurechnen.
Wir senden auf Kanal 66=Frequenz 35,060 MHz. Empfangsfrequenz also 34,605 MHz.
Wir multiplizieren 34,605 MHz mit 3 und erhalten 103,815 MHz. Daraus ergeben
sich nun 2 mögliche, störende UKW-Frequenzen. "Plus-ZF und Minus ZF".
Wir ziehen also unsere Zwischenfrequenz 455 kHz von 103,815 MHz ab, ergibt sich
eine störende UKW-Frequenz für Minus-ZF von 103,360 MHz, addieren wir unsere ZF,
erhalten wir die störende UKW-Frequenz von 104,270 MHz.
Wenn Sie nun ausrechnen, wie dies bei 40MHz-Empfängern ist, werden Sie keine
UKW-Frequenz finden, die einen 40MHz Empfänger stören kann.
CB-Funk
Obwohl der CB-Funk andere Bereiche des 27 MHz Bandes verwendet kommt es immer
wieder zu Problemen. Dies liegt zumeist an unzulässigen Sendeanlagen, die zum
Teil mit einem Vielfachen der erlaubten Leistung arbeiten. Bei Verdacht auf den
Betrieb solcher Anlagen, hilft es nur noch, den Störungsdienst der deutschen
Telekom einzuschalten.
Einstrahlung durch hohe Leistung
Dieses Problem entsteht dann, wenn Leiterbahnlängen auf der Platine des
Empfängers oder Kabellängen in der Empfangsanlage ausgerechnet eine Länge haben,
die der Wellenlänge eines Störsenders entsprechen. Dieses kann nicht vorher
gesehen werden und ist daher nur dadurch zu vermeiden, dass in direkter Nähe von
starken Sendern nicht gefahren wird. Das gilt auch für Richtfunkstrecken.
Nachbarkanalstörungen
Diese Probleme dürften eigentlich nie auftreten, denn alle angebotenen Empfänger
werden ja für 10KHz Kanalabstand angeboten, was soviel heißt, dass ein Empfänger
bei gleichzeitigem Betrieb aller Nachbar-Kanäle ohne Probleme arbeitet. Treten
trotzdem Nachbarkanalprobleme auf, kann dies mehrere Ursachen haben.
Als Maß gilt, wenn der Abstand des eigenen Senders zum Modell z.B. 100 Meter
beträgt und der Abstand des Nachbarkanalsenders 10 Meter oder weniger, dann kann
Betriebssicherheit nicht garantiert werden. Dies ist bei praktisch allen, auch
hochwertigen Empfängern der Grenzbereich (Stör- Nutzverhältnis 10:1).
Einstrahlungen durch hohe Leistungen
Eventuell kann es auch vorkommen, daß Fremd-Sender, die nicht auf dem
Nachbarkanal senden, sondern zwei oder mehr Kanäle entfernt, bei geringem
Abstand zum eigenen Modell eine Störung erzeugen. Dies hat dann weniger mit dem
Nachbarkanal zu tun als mit der sog. Übersteuerungsfestigkeit. Hier gibt es
unter den im Markt befindlichen Empfängern große Unterschiede, aber es gibt
genauso große Unterschiede bei den abgestrahlten Leistungen einzelner
Senderfabrikate.
Frequenzen
Damit es nicht zu gegenseitigen
Störungen von Fernsteuerungen kommt, gibt es eine klare Frequenzordnung, die
vorschreibt, auf welchem Frequenzband welche Arten von Modellen zugelassen sind.
In Deutschland gibt es 3 Frequenzbänder, auf denen Modellfahrzeuge ferngesteuert
werden dürfen.
27 MHz Band
Auf diesem Frequenzband dürfen Modelle aller Art betrieben werden.
Fernsteuerungen auf diesem Frequenzband besitzen eine allgemeine Zulassung und
müssen nicht angemeldet werden.
35 MHz Band
Auf diesem Frequenzband dürfen ausschließlich Flugmodelle betrieben werden.
Fernsteueranlagen auf diesem Frequenzband sind anmeldepflichtig.
40 MHz Band
Auf diesem Frequenzband dürfen Modelle aller Art ohne Einzelanmeldung betrieben
werden. Allerdings sind die Kanäle 54 bis 92 ausschließlich für Autos und
Schiffe zugelassen.
Frequenztabelle für Deutschland
|
27 MHz |
|
35 MHz |
|
40 MHz |
|
Kanal |
Frequenz |
|
Kanal |
Frequenz |
|
Kanal |
Frequenz |
| |
|
|
|
|
|
|
|
|
4 |
26.995 MHz |
|
61 |
35.010 MHz |
|
50 |
40.665 MHz |
|
5 |
27.005 MHz |
|
62 |
35.020 MHz |
|
51 |
40.675 MHz |
|
6 |
27.015 MHz |
|
63 |
35.030 MHz |
|
52 |
40.685 MHz |
|
7 |
27.025 MHz |
|
64 |
35.040 MHz |
|
53 |
40.695 MHz |
|
8 |
27.035 MHz |
|
65 |
35.050 MHz |
|
54 |
40.715 MHz |
|
9 |
27.045 MHz |
|
66 |
35.060 MHz |
|
55 |
40.725 MHz |
|
10 |
27.055 MHz |
|
67 |
35.070 MHz |
|
56 |
40.735 MHz |
|
11 |
27.065 MHz |
|
68 |
35.080 MHz |
|
57 |
40.765 MHz |
|
12 |
27.075 MHz |
|
69 |
35.090 MHz |
|
58 |
40.775 MHz |
|
13 |
27.085 MHz |
|
70 |
35.100 MHz |
|
59 |
40.785 MHz |
|
14 |
27.095 MHz |
|
71 |
35.110 MHz |
|
81 |
40.815 MHz |
|
15 |
27.105 MHz |
|
72 |
35.120 MHz |
|
82 |
40.825 MHz |
|
16 |
27.115 MHz |
|
73 |
35.130 MHz |
|
83 |
40.835 MHz |
|
17 |
27.125 MHz |
|
74 |
35.140 MHz |
|
84 |
40.865 MHz |
|
18 |
27.135 MHz |
|
75 |
35.150 MHz |
|
85 |
40.875 MHz |
|
19 |
27.145 MHz |
|
76 |
35.160 MHz |
|
86 |
40.885 MHz |
|
24 |
27.195 MHz |
|
77 |
35.170 MHz |
|
|
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